Wein und Fasten – ein Tabu?

Fasten und Wein – lass das sein?

Die 40-tägige Fastenzeit hat mit Aschermittwoch begonnen und viele Menschen nehmen sich in dieser Zeit vor, auf etwas zu verzichten – wie zB auf Alkohol, Fleisch oder Süßes. Der Körper soll sich erholen und entgiften. Viele wissen jedoch nicht, dass eines der ältesten europäischen „Heilverfahren“ tatsächlich auch Wein einen großen Stellenwert trägt.

Die Schrothkur

Diese Kur wurde von Johann Schroth im 18. Jahrhundert entwickelt, um Stress, Fettleibigkeit und den Folgen ungesunder Ernährung entgegen zu wirken, und ist in Österreich als offizielles Heilverfahren anerkannt. Sie wird jedoch nur stationär und unter ärztlicher Anleitung durchgeführt.

Die Methode basiert auf drei Maßnahmen:

  • Salz-, fett- und eiweißarme Ernährung, welche hauptsächlich aus Reisbrei, Grießbrei und Haferbrei, sowie viel Obst und Gemüse besteht. Das entlastet den Verdauungsapparat.
  • Es wird zwischen Trink- und Trockentagen abgewechselt. An Trockentagen wird jeweils weniger als 0,5l Flüssigkeit getrunken – hauptsächlich Weißwein. Der Wein unterstützt den Kreislauf, verbessert die Durchblutung und fördert die Ausscheidung über die Nieren. Die Leber wird nicht belastet, da der Wein nicht mit Fett, Eiweiß oder Fleisch kombiniert wird. Im Gegenteil, Leberwerte verbessern sich sogar.
  • Zusätzlich wird der Körper nachts über in feuchte Tücher gewickelt und mit Wärmflaschen gewärmt.

Wirkung

Durch die täglich angewendeten Dunstwickel und den Wechsel von Trocken- und Trinktagen wird der Körper zur Selbstreinigung gezwungen: zuerst wird der Körper gut mit Flüssigkeit versorgt, danach werden Schlackenstoffe durch die Entwässerung ausgeschieden. Gelenke und Muskeln werden lockerer, die Haut wird besser durchblutet und sieht jugendlicher aus.

Fazit

Wir würden die Schrothkur zwar nicht ausprobieren und empfehlen solche Diäten auch nur in ärztlicher Aufsicht durchzuführen – aber wir können festhalten, dass Wein – in Maßen genossen – unsere Gesundheit auf jeden Fall unterstützen kann, da seine Inhaltsstoffe Herz und Gefäße schützen.

Wie sagt man so schön: Die Dosis macht das Gift. Gönnen Sie sich daher in der Fastenzeit durchaus das ein oder andere Gläschen Wein.

Nicht alles, was Genuss bereitet, ist auch wohltuend, aber alles was wohltuend ist, bereitet auch Genuss. (Pythagoras von Samos)

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